Bauanleitungen und Tipps

Pflasterbauweise
Pflasterbauweise

Pflasterbauweise

Pflasterbeläge aus Naturstein ermöglichen in hohem Maße individuelle Flächengestaltungen. Gebrauchtes historisches Pflaster ist sowohl im öffentlichen, wie auch im privaten Bereich ein gesuchtes Baumaterial. Die Haltbarkeit von Pflasterungen aus Sandstein ist u. a. abhängig von einer die Beanspruchung berücksichtigenden Steinauswahl und einer fachlich qualifiziert ausgeführtenVerlegung. Pflastersteine müssen hinsichtlich der Druckfestigkeit und der Verwitterungsbeständigkeit den Nutzungsanforderungen entsprechen. Pflastersteine und Pflasterplatten unterliegen der Prüfnormen DIN EN 1341 und DIN EN 1342. Bei der Verlegung wird hauptsächlich nach ungebundener und gebundener Bauweise unterschieden. Von besonderer Wichtigkeit ist eine fachgerecht eingebaute entwässernde Tragschicht.Pflasterungen aus Indischem Hartsandstein haben sich im Garten- und Landschaftsbau besonders bewährt. Das Material ist ausgesprochen hart, frostsicher nach DIN EN und in vielen Farbvariationen erhältlich. Die Oberseite der Pflastersteine ist wegen der ebenmäßigen, schieferartigen Spaltstruktur besonders rutschsicher.

Verlegung von Bodenplatten

Für Bodenbeläge mit Sandsteinplatten im Außenbereich sind im Prinzip die gleichen Bedingungen wie bei Pflasterflächen zu beachten. Die Platten müssen der Belastung entsprechend ausgewählt werden. Die Frostsicherheit nach DIN EN 52104 - 2 sollte der Lieferant nachweisen können. Auch hier wird unterschieden zwischen der Verlegung auf gebundenen und ungebundenen Tragschichten. Besonderes Augenmerk liegt bei Bodenplatten aus Sandstein auf einer ausreichenden Druckfestigkeit. Platten aus sehr feinkörnigem Quarzhartsandstein sind in der Regel eine gute Wahl. Durch einegeringe Wasseraufnahme sind Plattenflächen aus Hartsandstein, eine fachgerechte Verlegung vorausgesetzt,leicht zu reinigen. Schlesischer Sandstein zählt nicht zur Klasse der Hartgesteine.

Beispiele möglicher Legemuster

- Quadratverband
- Rechteckverband
- Diagonalverband
- Römischer Verband
- Polygonaler Verband

Legemuster Bodenplatten
Bodenplatten Legemuster
Römischer Verband
Römischer Verband

Legemuster Römischer Verband

Besonderer Beliebtheit erfreut sich im Garten- und Landschaftsbau der s.g. Römische Verband. Es handelt sich hierbei um einVerlegemuster für Bodenplatten und Fliesen, bestehend aus einer bestimmten Anzahl quadratischer und rechteckiger Platten unterschiedlicher Abmessungen. Üblicherweise sind die so entstehenden Legemuster miteinander verzahnt, d.h. einVerlegemuster aus einer bestimmten Anzahl von Platten ist wiederholbar zu einer beliebigen Flächengröße zu verlegen. Beispiel einer möglichen Plattenkombination sehen Sie auf der nebenstehenden Abbildung.

Anleitung zum Bau einer Trockenmauer

Der größte Anteil aller Trockenmauern wird als s.g. einhäuptige Stützmauer ausgeführt. Auf der Abbildung Nr.1 sehen Sie das vereinfachte Bauprinzip einer trocken, also ohne Mörtel gesetzten Mauer welche nur geringem Geländedruck ausgesetzt wird. Eine Trockenmauer ist ein Tragwerk und als solches muss der Nachweis der Tragsicherheit berücksichtigt werden. Aufgrund der in der Praxis zu erwartenden Hohlräume wird das Mauergewicht per m² mit max. 75% der Steinrohwichte angenommen. Als Faustformel kann der Hinweis gegeben werden, dass die Mauerdicke ungefähr einem Drittel der Höhe entsprechen sollte.Einhäuptige Mauern, welche nur einem geringen Geländedruck ausgesetzt sind, können auf einer ausreichend gegründeten Tragschicht aus Frostschutzschotter in fast bodengleicher Höhe gegründet werden. Die Hinterfüllung erfolgt mit filterstabilem Grobschlag, Steinabfällen oder Drainageschotter. Bei anstehendem Sicker- und Schichtenwasseraustritt muss die Hinterfüllung ggf. um ein das eindringende Wasser ableitendes Drainagerohr erweitert werden. Falls ein Drainageflies eingebaut werden soll, gehört dieses zwischen die anstehende Bodenschicht und die Hinterfüllung, nicht zwischen Hinterfüllung und Natursteinwand. Die gerne verwendeten Noppenbahnen sind kein Ersatz für eine fachgerecht erstellte Hinterfüllung.

Trockenmauer
Trockenamuer, unregelmäßige Schichtenmauer
Trockenmauer als Schwergewichtsmauer
 Trockenmauer als Schwergewichtsmauer
Die Abbildung Nr. 2 zeigt den typischen Aufbau einer Trockenmauer auf welche Erddrucklasten einwirken. Der Erddruck hat an der Mauerkrone den Wert Null und nimmt nach unten linear zu. Der Fundamentstein darf sich horizontal nicht verschieben. Dies kann durch eine ausreichend hohe Reibung und ausreichendem Gefälle zur Erdseite erreicht werden. Vor Baubeginn ist zu überprüfen ob die Grundbruchsicherheit sichergestellt ist und die Mauer nicht im Boden versinkt. Der Neigungswinkel oder Dossierung beider Mauern sollte nicht unter 15% liegen. Bei einer angenommenen Mauerhöhe von ca. 170 cm muss die Einbindetiefe am Mauerfundament mind. 60cm erreichen. Für die Hinterfüllung der Mauer einschließlich Entwässerung gelten die oben erwähnten Hinweise.