Sandstein - allgemeine Informationen

Beim Bau bedeutsamer Bauwerke wurde schon in der Vergangenheit gerne auf Sandstein zurückgegriffen. Berühmte Beispiele hoher Baukunst mit dieser Gesteinsart sind in Deutschland der Berliner Dom oder die Sempergalerie im Dresdener Zwinger. Auch das Freiburger Münster ist ein imposantes Zeugnis für die Verwendung von Sandstein als Baumaterial. Beliebtes Arbeitsmaterial ist der Stein auch bei der künstlerischen Gestaltung von Skulpturen und Fassaden.

Weinbergmauer, Stütz- und Sichtschutzmauer und als Einfriedungsmauer mit massiven Torpfosten
Verwendung Garten und Landschaftsbau

Mineralien und Farben

- weiß | Quarz als Hauptkomponente
- gelb, bäunlich bis rostgelb | Eisenhydroxide und Limonit
- rot / rosa | Hämatit / Eisenoxide
- schwarz | Erze
- grün | Glaukonit

Der Bestand an Mineralien ist bei Sandsteinen sehr unterschiedlich und kann sehr vielfältig sein. Der bereits erwähnte Feldspat kann in manchen Fällen den Anteil an Quarz erreichen oder sogar übertreffen. Bei mehr als 50 Prozent Anteil werden sie demzufolge auch Feldspatsandstein genannt. Auch Mineralien aus Ton können in Form von Schlieren oder Tongallen im Sandstein vorhanden sein. Im Aussehen kleinen Schuppen ähnlich, ist auf den Schichtflächen mit seinem silbrigen Glanz der Hellglimmer zu sehen. Blass und hell glänzend ist das Mineral Muskovit, während das andere Schichtsilikat Chlorit an seiner grünlichen Färbung zu erkennen ist. Eine weitere, relativ große Zahl an Mineralien, wird unter der Bezeichnung Schwermineralien zusammengefasst. Am häufigsten sind die Schwermineralien Zirkon, Turmalin, Rutil, Granat und Apatit zu nennen. Diese Schwermetalloxyde und silikatischen Verbindungen haben im Gestein bis heute der chemischen Verwitterung widerstanden. Ihr Gehalt im Sandstein variiert. Die Farbgebung des Gesteins hängt maßgeblich vom Mineralgehalt ab. Reiner Quarzsand ist dementsprechend hellgrau bis weiß. Das Eisenmineral Hämatit beispielsweise sorgt für deine rötliche bzw. braunrote Färbung. In Form von dünnen Häutchen umhüllt das Eisenmineral, auch Roteisenstein genannt, die Quarzkörner. Augenfällig bei roten Sandsteinen sind die weißen Flecken, als ob der Stein an diesen Stellen ausgebleicht wäre. Bleichzonen dieser Art können nur wenige Millimeter groß sein, aber auch eine Größe von einigen Zentimetern haben. Limonit, auch Brauneisenstein genannt, tritt in Form von Schlieren und Ringen auf, die konzentrisch angeordnet sind. Das Mineral verleiht dem Sandstein eine gelblichbraune bis ins Braune gehende Färbung.

Gerundete und kantige Körner

Sandstein ist ein festes Sedimentgestein unterschiedlichen Alters. Die als Bausandstein in Deutschland im Abbau befindlichen Vorkommen sind geologisch der Formation des Mesozoikums zuzurechnen und ca. 250 Millionen Jahre alt. Kornform, eckig oder gerundet, Korngröße, Verteilung des Bindemittels sind wichtige Faktoren wenn es um die Bestimmung von Bausandstein geht. Sand ist demnach ein genau definiertes Korngrößenintervall, während die meisten Gesteine über einen bestimmten Mineralanteil erklärt werden. Das Hauptmineral ist zwar in der Regel Quarz, aber die einzelnen Sandkörner können auch aus Bruchstücken unterschiedlicher Gesteinsarten oder aus anderen Mineralien bestehen. Von einem Quarzsandstein ist die Rede, wenn die Komponenten mehr als 90 Prozent Quarzkörner aufweisen. Übersteigt die Körnergröße einen Durchmesser von 2 Millimeter, dann wird der Stein als konglomeratischer Sandstein bezeichnet, während er bei einer geringen Korngröße unter 0,063 Millimeter die Zusatzbezeichnung schluffig trägt und unter 0,002 Millimeter tonig genannt wird. Es wird je nach Bindemittel zwischen Ton-, Kalk-, Mergel, Kiesel- und Eisensandstein unterschieden. Kalksandstein hat einen Quarzanteil von mindestens 50 Prozent, zu dem noch Calcit hinzukommt. Ein besonderer Sandstein ist die Grauwacke, von der sich auch der Begriff Wackerstein ableitet. Ursprünglich ist es eine Bezeichnung, die dem Bergbau im Harz entstammt und dort erstmals um 1870 auftauchte. Die Grauwacke, ist ein dunkelgrauer bis braungrauer, teilweise auch braunoliver,schluffiger Sandstein. Hauptbestandteil ist Quarz, Kieselschiefer, auch Feldspat, und zerriebener Tonschiefer.